Die Bienen-Dialoge

Die heutige Situation der Bienen

Da es den Bienen weltweit sehr schlecht geht, liegt mein Hauptaugenmerk beim Imkern nicht zuerst auf dem Honigertrag, sondern auf der Umsetzung von Maßnahmen, die Gesundheit und Immunsystem der Bienen stärken.

 

Welche Art des Imkerns stärkt die Bienen? Gedanken und neue Strategien zum Schutz unserer Honigbiene

Mein erster Schritt dahin führte mich zu der Arbeitsweise der Demeter-Imkerei, mein zweiter zur Auswahl der Beute und mein dritter zu dem Thema „Wesensgemäße“ und „Naturnahe“ bzw. „Natürliche“ Bienenhaltung. Dabei stellte sich schnell die Frage, wie ich imkern möchte. Ich denke, die Art der Beute ist den Bienen nicht das Wichtigste. Zentral ist, dass sie so weit wie möglich unbeeinflusst ihr Leben leben können und sich der Natur im Zuge der Evolution anvertrauen dürfen. Jeder Eingriff ist ein Eingriff und der Ehrlichkeit halber muss ich zugeben, dass ich nur durch Eingriffe lernen kann, immer weniger eingreifen zu müssen. Das Wie des Imkerns ergibt sich für mich aus dem Weg, den ich gehe und nicht aus einer feststehenden Arbeitsanleitung, die eher für die Reparatur eines Autos funktioniert, aber nicht für Lebewesen.

Nachdem ich mich durch zahllose wissenschaftliche Artikel und alte Imkerbücher gearbeitet und praktisches Wissen gesammelt habe, stand für mich fest, dass ich mehr für unsere Honigbienen tun möchte, ja geradezu mehr tun muss, als nur selbst zu imkern und in Probeimker-Kursen mein Wissen weiterzugeben. Ich entwickelte die Projektidee „Deutschlands Bienengarten ©“ und schreibe jetzt an einem übergeordneten Konzept „Repowering Our Honeybees © – Strategien zur Steigerung der Vitalität unserer Honigbienen“. Neben der Einrichtung von „Waldbienengärten“ wie z.B. „Deutschlands Bienengarten ©“ stellen die Themen „Naturnahe Hobby-Imkerei“ und „Naturnahe Zucht und Auslese“ entscheidende Bausteine zur nachhaltigen Förderung unserer Honigbiene in meinem Konzept dar. Deshalb arbeite ich an zwei wissenschaftlich basierten Abhandlungen zur diesen beiden Themenschwerpunkten.

 

Vom Achtsamen Umgang mit den Bienen

Das Imkern mit Top Bar Hive und Warré-Beute erfordert ein ganz neues Hinschauen. Ein Ziehen der Rähmchen ist nicht oder nur schwer möglich, so dass es nun darauf ankommt, schon am Verhalten der Bienen am Flugloch sowie beim Öffnen der Beute und am Gemüll auf der Windel den Gesundheitszustand, Krankheiten und andere wichtige Parameter „sehen“ zu lernen. Neben dem Beobachten der Bienen und dem Wälzen von Büchern und Foren fehlte mir aber als Anfängerin einfach die Erfahrung. Ich wollte nicht hauptsächlich durch Fehler lernen, weil das meine Bienen „ausbaden“ müssen, sondern vor allem durch das „Über die Schulter blicken“ bei erfahrenen Imkern und Imkerinnen. Zudem habe ich zwar beim Probe-Imkern über zwei Jahre viel gelernt, aber vieles auch wieder vergessen. Daher kam ich auf die Idee, das Wissen und die Vorgehensweisen auf Filmen zu dokumentieren, die wir uns immer wieder ansehen können. So wurden die Bienen-Dialoge geboren.

Miteinander lernen

Mit der Zeit erkannte ich, dass ich sehr viel lernen kann, wenn befreundete Imkerkollegen und – kolleginnen ihre Rähmchen-Beuten öffnen, reinschauen und mich mit schauen lassen. Ohne diese Möglichkeit wüsste ich nicht das alles, was ich heute weiß.

Ich bin allen dankbar, die ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung gerne teilen und mir die Erlaubnis geben zu filmen. Meinem Bruder Clemens Mittl danke ich von Herzen dafür, dass er bei allen Bienen-Aktionen mit dabei war und ist und ohne den ich oft den Mut verloren hätte! Du weißt, was ich meine. Laurenz Hintermeier, ohne den der Header nix geworden wäre! und meiner Tochter Sabrina danke ich für die Unterstützung beim Design dieser Homepage. Ich bin froh, dass ich nicht alleine bin, sondern wir uns in der Gruppe austauschen und uns gerne unterstützen. Das macht Spaß und Freude. DANKE dafür!